© 2023 by Daniela Kühling, M.A.

Behinderte Sexualität ?

Immer noch besteht die Gefahr, die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung

nicht wahrnehmen zu wollen. Dies steht im Gegensatz zur gesicherten Erkenntnis, dass Sexuelle Bildung immer auch
ldentitätsförderung beinhaltet und als Teil der Gesamterziehung die Stärkung der Persönlichkeit bewirkt.
Menschen mit Behinderung haben die gleichen sexuellen Bedürfnisse wie nichtbehinderte Menschen auch. Sie sind heterosexuell, lesbisch oder schwul. Sie sind schüchtern oder draufgängerisch, leidenschaftlich oder lustlos. Sie sehnen sich
nach Partnerschaft und viele auch nach einer eigenen Familie. Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen stoßen in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung aber häufig auf erhebliche Barrieren. Erschwert ist die Fähigkeit, ein gesundes Selbstbewusstsein, ein positives Körpergefühl sowie angemessenes Schamgefühl zu entwickeln. Viele Untersuchungen bestätigen, dass
Menschen mit Beeinträchtigungen häufiger sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind. Entwicklungsangemessene Aufklärung,

Stärkung des positiven Körperverständnisses, Enttabuisierung und die Förderung der eigenen Sexualität ist daher die beste Prävention.
Der Fortbildung liegt ein Verständnis von menschenrechtsbasierter Arbeit zugrunde, die die selbstbestimmte Sexualität des*der Einzelnen unterstützt. Sie vermittelt Grundkenntnisse zum Thema Sexualität und Behinderung. Das Seminar erweitert die
sexualpädagogische Kompetenz im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger, körperlicher oder Mehrfachbehinderung. Es vermittelt konzeptionelles und methodisches Grundwissen in der Gruppen-, Einzel- und
Beratungsarbeit.
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Menschen, die sich für die Erweiterung ihrer
Kompetenzen im Umgang mit Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen interessieren.